Der „Bäuerliche Kräutergarten“

Der Kräutergarten spiegelt in seinem Erscheinungsbild die Geschichte des ursprünglichen Bauerngartens wieder. Merkmale, die sich durch viele Phasen seiner Geschichte ziehen, sind der Zaun und das Wegkreuz. Die Mitte bildete manchmal ein Rondell. Die Einfassung der einzelnen Flächen erfolgte mit einer niedrigen Buchsbaumhecke. Den Belag für die Wege bildete Holz- oder Rindenmulch.

Bei der Bepflanzung dieses Gartens wurde auf traditionelle Gewürz- und Heilkräuter Wert gelegt. Bauernblumen als Einfassung runden das Bild ab.

Früher waren Bauerngärten die Apotheken der Volksmedizin. Mit der verbesserten medizinischen Versorgung verschwand das Wissen um die Eigenschaften und die Anwendung der Kräuter. Derzeit erlangen sie wieder eine besondere Bedeutung, sei es als Gewürz in der Küche oder als Heilkraut. Die Pflanzenheilkunde ist eine eigenständige Wissenschaft geworden. Durch die Bestimmung der Pflanzeninhaltsstoffe und die Erforschung ihrer Wirkung findet Erklärung, was früher nur Erfahrungswissen war. Viele Medikamente enthalten Wirkstoffe pflanzlichen Ursprungs.

Einen Überblick über die im Garten angepflanzten Heil-, Gewürz- und Duftkräuter gibt die an der Museumskasse erhältliche Broschüre „Die Apotheke des Bauern“.

Der Kräutergarten wurde von der Trachtengruppe Maria Saal angelegt und wird von ihr betreut.

kraeutergarten.txt · Zuletzt geändert: 2010/02/08 11:39 (Externe Bearbeitung)
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